Jagsttalimkerei Daniel Pfauth – Garantierte Regionalität und Qualität

Die Jagsttalimkerei stellt sich vor - warum Jagsttalimkerei?

Meine Imkerei befindet sich in Schweighausen im Ostalbkreis (Baden-Württemberg). Direkt hinter unserem Haus fließt die Jagst entlang. Neben Kocher und Enz gehört sie zu den größten Nebenflüssen des Neckars. Die Umgebung ist durch das Jagsttal geprägt, welches im Vergleich zu anderen Flusslandschaften wenig verändert wurde. Diese Besonderheit bietet viel ländliche Struktur und Natur, was ideal ist, um Bienen zu halten. Mir ist die Verbundenheit mit dieser Region sehr wichtig. Meine Bienen stehen alle ausschließlich im Umkreis von maximal 30km um Schweighausen verteilt.

Durch unterschiedliche Naturräume kann man hier von Agrarlandschaften mit Rapsfeldern und Wiesen auch ausgedehnte Waldflächen finden. Der Naturraum Schwäbische-Fränkische Waldberge, in dem wir uns befinden, gehört zur waldreichen Landschaft des Virngrunds. Hier ist der Anteil an Nadelbäumen, wie Fichten und Tannen, sehr hoch. Da ich Wert auf Regionalität lege, ist das Honigspektrum entsprechend dieser Lage angepasst. So muss ich den Bienen keine weiten Wanderungen zumuten. Sie finden alles an den Standorten in der Umgebung. Meine Imkerei wird von mir persönlich geführt.

Ich arbeite, je nach Saison, mit unterschiedlich vielen „Mitarbeiter/innen“ zusammen, es können auch mal 1.5 Millionen sein. Außerdem verwende ich die Maße Dadant und Zander und halte ausschließlich Buckfast-Bienen. Im Verband der Buckfastimker-Süd e.V. bin ich Beisitzer, in meinem Heimat-Bienenverein in Ellwangen bin ich Jugendleiter und außerdem Mitglied im Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund.

Je nach Jahreszeit biete ich folgende Bienenprodukte an:

  • Honig
  • Königinnen mit unterschiedlichen Begattungsstandorten
  • Ableger auf Zander und Dadant
  • Miniplus
  • Weiselzellen

 

Infos und Preise

Über mich

Seit ich fünf Jahre alt war, habe ich mit Bienen zutun. Mein Ur-Großvater und mein Vater haben mit der Imkerei begonnen. Somit ist der Umgang mit Bienen für mich von klein auf ganz normal. Mit neun Jahren habe ich dann auch schon sechs eigene Völker in einem kleinen Bienenstand bewirtschaftet. In den folgenden Jahren nahmen mein Interesse und die Völkerzahl stetig zu. Nach dem Abitur studierte ich Agrarbiologie und Landschaftsökologie an der Universität Hohenheim. Dort machte ich meine Bachelor- und Masterabschlüsse. In Hohenheim befindet sich auch die Landesanstalt für Bienenkunde. Während meines Studiums arbeitete ich dort als Hilfskraft an Projekten mit und betreute auch Bienenvölker.

Meine beiden Abschlussarbeiten wurden in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt geschrieben. Zum einen ging es um den Einsatz von Pflanzenschutzmittel und ihren Auswirkungen auf Bienen, und zum anderen um eine weitere Möglichkeit der Varroabehandlung. Diese Zusammenarbeit sowie auch Praktika im Ausland haben mir viel Erfahrung und Wissen eingebracht. Sechs Wochen lang war ich in Italien/Südtirol. In dieser Zeit lernte ich viel über die Imkerei in Italien und deren Betriebsweisen kennen. Ich war bei Wanderungen in die Toskana dabei und konnte mir Großimkereien mit 10.000 Völkern anschauen.

Aus dieser Zeit konnte ich viel für mich und meine Arbeitsweise mitnehmen. Da ich die Bienen neben dem Studium zuhause in Schweighausen hatte, musste ich in dieser Zeit lernen, vorausschauend zu denken und zu planen. Die „Wochenendimkerei“ funktionierte dank guter Vorbereitung reibungslos. Auch jetzt ist eine gute Planung und Struktur ein gutes Mittel für einen effizienten Betrieb.

Betrieb und Betriebsweise

Die ersten Schritte des Aufbaus der Imkerei geschahen bereits zwischen 1992 und 2005. Da wir nahe der Jagst wohnen, mussten die Bienenstände vor Hochwasser geschützt werden. Auch wurden im gesamten Garten die Wege befestigt, um Material einfacher transportieren zu können.

Im Jahr 2010/2011 wurde ein Betriebsgebäude gebaut, in dem Schleuderraum, Kühl- und Wärmeraum sowie Lagermöglichkeiten, Garage und eine Werkstatt vorhanden sind. Diese Bestandteile der Imkerei sind immens wichtig. Hier werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison gelegt. Nicht nur der Honig kann so optimal geschleudert und aufbewahrt werden. Ich baue alle meine Beuten und sämtliches Material außerhalb der Saison selbst in meiner Werkstatt. Dabei nutze ich Holz aus den Wäldern in meiner Region und verarbeite es von Beginn an selbst. Vom Fällen über das Sägen und Hobeln bis hin zur finalen Verarbeitung mache ich alles. Auch hier ist wieder der Gedanke der Regionalität im Vordergrund. Ich weiß, woher die Bäume sind und ich weiß, wie das Holz bearbeitet wurde.

Die Umstellung auf Dadant begann 2000, es gab erste Buckfast-Völker. Bis heute habe ich keinen reinen Betrieb mit Dadant. Daneben arbeite ich vor allem mit Zander und nur noch sehr wenig mit Deutsch Normal, was vor allem bei der Königinnenzucht im Frühjahr verwendet wird. Bei allen Völkern arbeite ich mit einem angepassten Brutraum. Wie jeder Imker wollte ich Bienen, die gut führbar, sanftmütig, ertragreich, schwarmträge, und zeitextensiv sind, sowie eine konstante Brutanlage aufweisen.

Carnica und Buckfast zusammen im Betrieb zu haben lässt sich aufgrund unterschiedlicher Betriebsstruktur nur sehr schwer durchführen und bringt nur unnötigen Aufwand. Daher entschied ich mich 2002 endgültig für die Buckfastbiene, da sie meinen gewünschten Eigenschaften am nächsten kommt. Heute arbeite ich noch mit 10er Zargen auf Zander und Deutsch Normal. Jedoch wird dieser Bestand nicht ausgebaut. Bei der Honigernte arbeite ich mit 12er Zander und 12er Dadant. Neben den Wirtschaftsvölkern arbeite ich viel mit Mini-Plus-Einheiten und Kielern zur Königinnenvermehrung und bilde Ableger. Meinen Honig verkaufe ich direkt an den Kunden im Glas oder auch in 12.5kg Eimern an Wiederverkäufer.

Was ist mir wichtig

Wabenhygiene
Ich arbeite mit einem Dampfwachsschmelzer mit hoher Durchsatzleistung. Dadurch ist auch eine komplette Brutentnahme möglich. Altwaben gibt es nicht!

Wachs
Ich verwende nur mein eigenes Wachs zur Mittelwandherstellung im Honig- und Brutraum. Für Honigräume verwende ich nur Deckel- oder Jungfernwachs. Im Brutraum wird das Wachs aus den Honigraumwaben genutzt.

Varroabehandlung
Wichtig sind gesunde, vitale, starke Völker. Dazu muss man einiges richtig machen im Verlauf des Bienenjahres. Ich arbeite sowohl mit organischer Säure, als auch mit biotechnischen Methoden wie der kompletten Brutentnahme.

Qualität
Sowohl bei Weiselzellen, als auch bei Königinnen, Ablegern und Honig ist eine hohe Qualität und Sorgfalt wichtig. Mein Honigspektrum umfasst die Sorten Raps, Blüte, Sommertracht, Wald und Tanne. Andere Sorten werden Sie bei mir nicht finden. In meiner Region sind Akazie und Kastanie nicht vorhanden. Dafür sind die Sorten garantiert regional geerntet und anschließend hochwertig verarbeitet.

Tierwohl

Flügelschneiden und Zeichnen ist nicht notwendig. Man muss eine Königin nicht immer sehen, um zu wissen, dass es dem Volk gut geht und weiselrichtig ist. Es gibt andere Indikatoren, an denen man erkennt, dass eine Königin vorhanden ist. Ein ruhiges und geordnetes Volk, die Brut wird gepflegt und man kann frische Eier erkennen.

 

Kurze Wege: Gut für die Bienen und die Umwelt

Ich betreibe keine langen Wanderungen und fahre auch nicht jede Tracht an. Ich wandere lediglich einmal ein paar Völker in den Raps. Diese Wanderung ist mit 30km das Weiteste, was ich den Bienen zumute. Die Wanderung geht innerhalb von maximal 2 Stunden, dann sind die Bienen wieder an Ort und Stelle, können fliegen und die Umwelt wird geschont.

Zucht

Bei der Königinnenzucht ist Zeitplanung und die richtige Vorbereitung wichtig. Ich habe eine eigene Begattungsstelle für Königinnen, die ich als standbegattet verkaufe. Ich gehe aber auch auf Belegstellen. Dadurch habe ich einige Linien von denen ich nachziehen kann. Dabei selektiere ich selbst nach meinen eigenen, hohen Ansprüchen aus.

Erst nach einer Saison zeigt sich, von welchen Königinnen ich im Weiteren Nachzuchten mache. Dabei heißt es: Qualität statt Quantität. Aktuelle Pedigree können auf Nachfrage gerne genannt werden. Belegstellen, die ich jedes Jahr nutze sind die Hochgebirgsbelegstelle bei Nest/Dornbirn in Österreich und die Belegstelle Lautenthal in Niedersachsen.

Wissenswertes über Bienen und Honig

Bienen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems und aus menschlicher Sicht unverzichtbar für die landwirtschaftlichen Erträge, die von der Bestäubung abhängen.

Bienen sind wichtige Einflussfaktoren für die Bestäubung und damit auch wirtschaftlich ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Die Ökosystemdienstleistung wurde auf einen ökonomischen Wert von 117 Milliarden US-Dollar (88 Milliarden Euro) geschätzt. Dennoch sind Bienen heute stark gefährdet, ihre Zahl nimmt in Europa und damit auch in Baden-Württemberg massiv ab. Seit 1985 liegt der Rückgang im Mittel bei ca. 25%. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Jungimker jedoch wieder an. Der Rückgang hat Auswirkungen auf die Bestäubungsleistung und somit auf den Ertrag in der Landwirtschaft. Ohne Bienen wird in Deutschland mit einem wirtschaftlichen Schaden in der Landwirtschaft von 1.3 Milliarden Euro gerechnet. Honigbienen bestäuben bei uns 85% aller Nutzpflanzen.

Bestandteile des Honigs:

Honig besteht vor allem aus einer Mischung verschiedener Zucker (ca. 80%) und Wasser (ca. 17%). Zudem sind Proteine, Enzyme, Aminosäuren, Pollen, Mineralstoffe, Vitamine und Farb- und Aromastoffe enthalten (ca. 3%).

Hauptbestandteil sind Einfachzucker (70%) (Frucht- (Fructose) und Traubenzucker (Glucose)). Das Verhältnis der Zucker hat Einfluss auf den Geschmack und  die Beschaffenheit. Fruchtzucker wird als süßer empfunden, bei höherem Traubenzuckeranteil kristallisiert der Zucker schneller.

Der Anteil an Zweifachzuckern und Dreifachzuckern (10%) (Maltose, Saccharose, Turanose, Trehalose Erlose, Raffinose und Melezitose) variiert je nach Honigsorte.

Der Wassergehalt ist wichtig für die Haltbarkeit des Honigs. Umso weniger Wasser er enthält, desto haltbarer ist er. Bei einem Wassergehalt von über 17% könnte es durch die Hefebakterien im Honig zu einer Gärung des Honigs kommen.

Enzyme (Invertase, Diastase) bewirken die Umwandlung des Zweifachzuckers Saccharose zu den besser verfügbaren Fruchtzucker und Traubenzucker.

Aminosäuren wirken sich auf Aroma und Farbe des Honigs aus.

Pollen wird von den Bienen bei der Aufnahme des Nektars automatisch mit aufgesaugt und ist einweiß- und vitaminreich.

Mineralstoffe (Calcium, Magnesium und Kalium) sind in kleinen Mengen im Honig enthalten und können bei manchen Honigen zu einem salzigen Aroma führen.

Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Zink und Mangan) sind ebenfalls in sehr geringen Mengen enthalten. Auch wenn es sich um sogenannte „Schwermetalle“ handelt, haben sie keine giftige Wirkung auf den Menschen, sondern sind wichtig für Stoffwechselprozesse. Eisen beispielsweise, als Teil des Hämoglobins, ist lebenswichtig für den Sauerstofftransport im Blut.

Vitamine sind im Honig auch vorhanden und je nach Honigsorte sehr variabel. Hauptsächlich Vitamin C ist dabei enthalten.

Über 180 Farb- und Aromastoffe wirken sich auf den Geschmack des Honigs aus.

Entstehung des Honigs:

Ausgangsstoff ist der Siebröhrensaft von Blütenpflanzen oder Bäumen. Dieser wird als Nektar oder Honigtau ausgeschieden. Bei Blütenpflanzen sollen so Insekten  für die Bestäubung angelockt werden, bei Bäumen nehmen Läuse den Honigtau zunächst auf, scheiden dann aber einen Großteil wieder aus. Bienen nutzen diesen Nektar  oder Honigtau und vermischen ihn mit körpereigenen Stoffen und Enzymen: Dadurch wird der Zucker in Kohlenhydrate umgewandelt, die leichter verdaulich sind für den Menschen.

Dies ist ein sehr aufwendiger Prozess. Bienen haben einen Honigmagen, in dem Nektar oder Honigtau gesammelt wird. Dort werden dann Fermente und Enzyme zugesetzt. Auch der Wassergehalt des Nektars (bis zu 75%) muss deutlich gesenkt werden, um als Wintervorrat haltbar eingelagert werden zu können. Dazu trocken die Bienen den Nektar und senken den Wassergehalt auf unter 20%.

Wirkung des Honigs:

Schon die alten Griechen hatten die heilende und stärkende Wirkung des Honigs erkannt. In der griechischen Mythologie heißt es, dass die Götter ihre Unsterblichkeit durch den Honig erhielten. Auch Hippokrates, berühmter Arzt der Antike, beschied dem Honig eine fiebersenkende Wirkung und Wundheilungskräfte. Honig hat eine antibakterielle Wirkung und kann als Hausmittel bei Erkältungen, Magen-Darm-Erkrankungen und Hautkrankheiten eingesetzt werden, ebenso wie bei der Wundheilung. Aufgrund seiner vielen Inhaltsstoffe ist Honig auch ein reichhaltiges Süßungsmittel und hat einen hohen Ernährungswert.

Wunderwerk Biene:

Bienen sind schon seit 100 Millionen Jahren auf unserer Erde. Heute sind 20.000 Bienenarten weltweit bekannt. Von Honigbienen kennt man aber nur 10 Arten, wobei 9 dieser Arten in Asien leben.

Ein Bienenvolk zieht während der Brutphase 100.000 -200.000 Bienen auf. Da jedoch laufend Bienen sterben, sind  ständig ca. 40.000 Bienen im  Bienenstock. Eine Biene kann bis zu 30 km/h schnell fliegen und innerhalb von 2 Minuten einen Kilometer weit kommen. Insgesamt legt eine Biene im Laufe ihres Lebens 800 km zurück. Wenn man dann bedenkt, dass ca. 400 Bienen ihr Leben lang für ein Kilo Honig arbeiten, wird uns bewusst, welchen Wert wir diesem Produkt zuweisen sollten. Eine einzige Biene muss für 500g Honig die Erde 3.5 Mal umrunden. Und das alles, obwohl eine Winterbiene nur 9 Monate alt wird, und die fleißigen, sammelnden Sommerbienen sogar nur ca. 3 Wochen. Königinnen werden vergleichsweise alt, sie können bis zu 4 Jahre alt werden. Königinnen leisten aber auch eine ganze Menge. Im Mai und Juni legt eine Königin bis zu 3.000 Eier pro Tag. Wenn man dann bedenkt, dass 1.500 Eier so viel wiegen, wie eine Königin, legt diese das Doppelte ihres eigenen Körpergewichts an einem Tag.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Vier Jahreszeiten der Biene.

 

 

Warum kein Bio-Honig?

Im Moment ist die Nachfrage nach Bioprodukten in allen Bereichen sehr hoch. Ich werde oft gefragt, warum ich nicht Bio-Honig verkaufe. Dafür gibt es gute Gründe. Mir ist es vor allem wichtig nachhaltig zu wirtschaften. Daher lege ich besonderen Wert auf eine regionale Produktion mit kurzen Wegen, um den ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten und die Bienen zu schonen.

 

Gründe, wieso ich mich für die konventionelle Imkerei entschieden habe:


1) Bienen haben einen gewissen Flugkreis, den wir nicht kontrollieren können. Daher kann man wohl nie garantieren, dass in unserer Kulturlandschaft die Bienen nur auf biologische bewirtschafteten Flächen Pollen und Nektar holen. Damit ist die Bezeichnung eines reinen Bio-Honigs bei Blütenhonigen meiner Ansicht nach nur schwer zu rechtfertigen. Wald- oder Tannenhonig hingegen sind auch bei der konventionellen Imkerei nicht durch Spritzmittel belastet und daher vergleichbar mit Bio-Wald- und Tannenhonig.


2) Viele Wanderungen erhöhen die CO2-Belastung. Wer das Honigangebot nicht nur aus einem regionalen Umfeld nutzen will, muss wandern. Ich bin kein Bio-Imker, vermeide aber weite Wanderungen in das Saarland oder die Pfalz um Kastanien- und Akazienhonig zu ernten.


3) Im Gegensatz zu den Schadstoffen, die Bienen in den Honig einbringen können, ist die Einbringung von Fremdstoffen durch den Imker selbst viel größer. Vor allem bei der Varroa-Behandlung kann man hier viel einwirken. Ich selbst verwende Ameisen- und Oxalsäure, also Mittel auf organischer Basis. Außerdem arbeite ich mit biotechnischen Verfahren wie der Brutentnahme. Auch hier bin ich damit sehr nachhaltig im Umgang mit Bienen und Natur.


4) Ein entscheidender Punkt für mich ist jedoch das Wachs. In der Bio-Imkerei muss entsprechend zertifiziertes Wachs verwendet werden. In meinem Fall würde dies bedeuten, dass ich Bio-Wachs für meinen Betrieb kaufen müsste, mein eigenes Wachs aber nicht nutzen dürfte, selbst wenn es nach unabhängigen Analysen unbelastet und schadstofffrei ist. Ich verwende im Honigraum nur Deckelwachs aus der Ernte des Wald- und Tannenhonigs und habe so ein reines und hochwertiges Wachs. Im Zweifelsfall müsste ich nun Bio-Wachs aus dem Ausland kaufen, das eine entsprechende Zertifizierung hat. Mein eigenes Wachs kann ich nicht zertifizieren lassen, auch wenn es den Bedingungen eines Bio-Wachses entsprechen würde. Ich vertraue, auch gerade in diesen Zeiten, jedoch meinem eigenen Wachs mehr.


5) Wichtig ist auch das Thema Futter und Bienenbeuten:

Für meine Beuten arbeite ich mit regionalem Holz und verarbeite alles selbst weiter. Beim Zucker kaufe ich deutschen Zucker. Die Rüben sind zwar konventionell angebaut, jedoch habe ich damit die Garantie, dass die Transportwege möglichst gering sind. Ich verwende Zuckersirup aus dem Raum Ochsenfurt, rund 90km von mir entfernt. Die Zuckerrüben werden im Einzugsgebiet von der Rhön bis zum Raum Ansbach und von Bamberg bis zum Spessart geerntet. Dadurch entsteht für mich ein Transportweg von um die 200km. Bio-Zucker wird in Deutschland nicht ausreichend produziert, weshalb dieser auch in großen Mengen aus Übersee nach Deutschland kommt. Mir widerstrebt der Gedanke, auf der einen Seite ökologisch und nachhaltig arbeiten zu wollen und dann Bio-Zucker aus Südamerika zu verwenden. Die Mengen an Treibstoff, die dafür verbraucht werden, schaden der Umwelt ebenso.

 

Fazit:

Bio-Honig hat nicht zwingend eine bessere Qualität als konventioneller Honig, es kommt auf den Imker und seine Einstellung an. Ich habe Agrarbiologie und Landschaftsökologie studiert und mich dabei sehr mit unseren Ökosystemen, der Umweltsicherung und dem Schutz der Ressourcen befasst. Mir ist Nachhaltigkeit und das Wohl der Bienen und der Natur sehr wichtig. Nur gesunde Bienen bringen Honig und nur hochwertiger Honig kann mit gutem Gewissen verkauft werden.

 

Aktuelles und Wissenswertes

Unter dieser Rubrik werde ich im Laufe des Jahres aktuell aus meiner Imkerei berichten. Sei es die erste Honigernte, der Ablauf der Königinnenzucht oder auch Hinweise zur imkerlichen Praxis. Auch aktuelle Themen aus der Landwirtschaft, die die Imkerei betreffen, können hier gefunden werden oder auch Hinweise auf interessante Veranstaltungen und Imkertreffen.

Unter Links finden Sie einen Hinweis auf die Seite des Verbandes der Buckfastimker-Süd e.V.. Dort verfasse ich Monatsberichte zum Nachlesen.

Veranstaltungen

Hin und wieder halte ich selbst Vorträge. Diese Termine werde ich hier rechtzeitig bekannt geben. Falls Sie einen Vortrag oder eine Veranstaltung organisieren und Referenten suchen: bei Interessen können Sie sich einfach bei mir melden und wir besprechen, zu welchem Thema sie gerne einen Beitrag haben würden.

Bisher habe ich oft meinen Betrieb und meinen Weg zur Buckfastbiene vorgestellt. Aber auch über die Handhabung von Miniplus-Einheiten, Bienenkrankheiten, biotechnischen Varroabekämpfungsmethoden, sowie die Gewinnung und Verwendung von Bienenwachs habe ich bereits Vorträge gehalten.

Bildergalerie

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ (Fred R. Barnard, 1921)

Treffender könnte es nicht sein. Damit Sie einen Eindruck von meinem Betrieb und meiner Arbeitsweise bekommen, habe ich ein paar Bilder zusammen gestellt. Honig ist ein Lebensmittel und als solches sollten Sauberkeit und Hygiene bei der Produktion an erster Stelle stehen. Qualität statt Quantität! Und auch bei der Bienenhaltung ist Sauberkeit wichtig, denn nur gesunde Bienen können für eine reiche Ernte sorgen.

Kontakt

Hier finden Sie die Jagsttalimkerei:

Jagsttalimkerei
Daniel Pfauth
Schweighausen 2
73489 Jagstzell

E-Mail: info(at)jagsttalimkerei.de
Telefon: 07967/710467
Mobil: 0171/8106871

Wir sind auch auf Facebook zu finden. Manchmal finden sich dort Einträge mit aktuellen Themen, die auf der Homepage nicht verfügbar sind. Also lohnt sich das Reinschauen: www.facebook.com/Jagsttalimkerei

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